Kinderkurse

Kursablauf & Inhalte

Die Selbstverteidigungskurse für Kinder zeichnen sich besonders durch die sensible Vorgehensweise aus. Kinder im Volksschulalter brauchen vor allem Sicherheit, Vertrauen und Zuversicht. Dementsprechend werden Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung als Prävention von Übergriffen, leichte Befreiungs- und Ableitübungen flexibel und an die Bedürfnisse der Kinder angepasst nähergebracht.

Ein Kurs beinhaltet 10 Übungseinheiten à 50 Minuten, die allerdings flexibel und in Abhängigkeit vom Alter der Kinder angeordnet werden, z.B. 10 x 1 Stunde oder auch 2 x 5 Stunden.

Um den Kindern eine bestmögliche Übungs-Atmosphäre zu bieten, empfiehlt es sich, sie in Altershomogene Gruppen zu geben, wobei in bis zu einem Alter von 8 Jahren Mädchen und Buben gemeinsam an den Kursen teilnehmen können. Ab dem 9. Lebensjahr werden die Kurse nur mehr für Mädchen angeboten.

Ab einer Gruppengröße von über 8 Kindern findet der Kurs mit einer zweiten Trainerin statt (Bitte beachten sie den erhöhten Kursbeitrag).

Die Einheiten im Überblick


Ein starrer Ablaufplan kann in diesem Alter zur Hürde werden und die Kommunikation mit den Kindern erschweren. Aus diesem Grund finden sie hier die Themen, mit welchen die Kinder vertraut gemacht werden sollen. Die Herangehensweise, Methodik und die Reihenfolge werden dann je nach Gruppe und Bedarf angepasst.

1. Einfach zum Kennenlernen
2. Gefühle
3. Sagen, was ich (nicht) will
4. Mein Körper gehört mir!
5. Starke Tiere? Dass kann ich auch!
6. Nicht alles ist so, wie es scheint
7. Gute und schlechte Geheimnisse
8. Körpersprache
9. Kraftbeweisübungen
10. Abwehr- und Ableitübungen
11. Ich will hier weg! (Befreiungsübungen)
12. Hilfe holen
13. Fallen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier bei der Eigenwahrnehmung und Stärkung des Selbstvertrauens: gestärkte Kinder haben den Mut, auf ihre eigenen Gefühle zu hören und dementsprechend zu reagieren. Darüber hinaus erleben gestärkte Kinder, dass es sehr gut ist, wenn sie sich bei schwierigen Fällen Hilfe holen. Sie erfahren, wie wichtig es ist, Gefahrensituationen so früh wie möglich auszuweichen – und wie sie sich aus unangenehmen oder beängstigenden Situationen befreien können. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Prävention von sexuellen Übergriffen gesetzt.